Sanierung Trockenmauern vor Kapelle Aletschbord

Ziel:

 

 

Erhaltung der landschaftsbildprägenden und ökologisch wertvollen Trockenmauer auf dem Aletschbord

Realisierungsjahr:

2008

Ort:

Belalp

Bedeutung:

regional / lokal

Informationen zur Kappelle

Baustil

Neugotik

Baudauer

1883-1884

Erbauer

Gervas Klingele, Gastwirt

Renovation

1987-1989

Gemäss Beschreibung des Natischer Autors Jossen (2000, S.575ff) über die Benutzung dieser Kapelle folgendes bekannt:


"Von der anglikanischen zur katholischen Kirche

Bis Ende der 30er-Jahre war sie vor allem das Gebetshaus der Gäste des Hotels Belalp. Diese gehörten vielfach der anglikanischen Kirche an und sie hatten auch den Bau der Kappelle unterstützt. Jahrzehntelang hielt ein englischer Pastor in der Kapelle (auch Tempel genannt) den Gottesdienst, während es den Katholiken verboten war, in der gleichen Kappelle die Messe zu feiern.

Der katholische Gottesdienst fand dagegen im Dachzimmer der sogenannten "Pinta", einer der Familie Klingele gehörenden Hütte, 50 m südwestlich der Kapelle, statt (inzwischen abgerissen).


Wegen des unwürdig ausgestatten Gottesdienstraumes beschlossen die Stafelleute von Lüsgen am 20. Juli 1930, zirka 70 m westlich des Hotels oberhalb des Weges eine katholische Kirche zu bauen.

In den folgenden Jahren wurden zu diesem Zweck Opfer eingezogen und es fanden auch Schenkungen statt. Als wegen des Zweiten Weltkrieges in der Kapelle kein anglikanischer Gottesdienst mehr abgehalten wurde, gestatte der Bischof den Katholiken, diese Kapelle zu benutzen. Am 13. Juli 1941 wurde darin die erste katholische Messe gelesen. Aufgrund dieser neuen Lage fiel denn auch die Idee eines Kapellenneubaus endgültig dahin."

Heutige Nutzung: Messen und Hochzeiten


Quelle: Jossen, Erwin (2000). Naters. Das grosse Dorf im Wallis.

 

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